wylder Concert Visuals

Motion Graphics sind allgegenwärtig, die Grenzen zwischen Anwendungsgebieten fließend. Concert Visuals müssen allerdings einem ganzen Mikrokosmos besonderer Anforderungen gerecht werden und stellen damit für uns eine eigene Gattung dar, der wir uns ganz speziell widmen.

Shows von heute sind Lebewesen. Es geht nicht mehr nur um Musik. Stories und Emotionen lassen sich, wie im Film, auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig transportieren. Im Gegensatz zum Kino aber befindet sich das Publikum als Organ aktiv mittendrin und so in der direkten Interaktion mit dem ganzen Gebilde. Mittlerweile verschieben sich die räumlichen und zeitlichen Grenzen des Erlebbaren auch merklich immer weiter aus den Venues hinaus in virtuelle Sphären. Immer besser gelingt es, Shows auch dann erlebbar zu machen, wenn man physisch nicht anwesend ist.

Concert Visuals im engeren Sinne

Wenn wir von Concert Visuals reden, dann meinen wir zum einen natürlich genau das: Visuals für Konzerte. In unserem Fall konkret: 3D Motion Graphics für Konzerte. Liveauftritte sind das, worauf die überwiegende Mehrheit der Musiker während ihrer gesamten Laufbahn hinarbeitet. Für viele Menschen sind erlebte Konzerte nicht selten Wegmarken in ihren Erinnerungen. Da wird schnell klar, warum aktuelle Shows mit so viel Tamtam unterwegs sind.

Einer der wichtigsten Eckpfeiler hierbei: Integration. Harmonische und geschmackvolle Einbettung von Concert Visuals in ein durch die Künstlerperformance dirigiertes, übergeordnetes Gesamtwerk – einen Organismus, der aus einer Vielzahl unterschiedlichster Organe bestehen kann. Jedes an seinem Platz, in seiner Funktion für das große Ganze. Concert Visuals allein sind selten so wirkungsvoll wie im Zusammenspiel mit weiteren Zutaten wie z.B. Sound, Licht, Pyrotechnik oder kinetischen Objekten. Natürlich ist eine Show nicht automatisch gut, nur weil in ihr alle Effekte der Welt abgefeuert werden. Letztendlich besteht die eigentliche Kunst neben der Bewältigung von Instrumenten ganz wesentlich in ihrer Orchestration und im Arrangement

Concert Visuals im weiteren Sinne

Dass wir Concert Visuals als eben solche definieren, bedeutet keineswegs, dass wir uns hierbei allein auf Konzerte beschränken wollen oder gar müssen. Für uns ist der Begriff „Concert Visuals“ vielmehr dazu gedacht, klarzumachen, dass der Einsatzbereich hier, im Unterschied zur überwiegenden Verwendung auf konventionellen Bildschirmen, hauptsächlich im Live-Sektor vorgesehen ist. Das heißt auch, dass die Visuals hier

1. nicht „on demand“ jeder Zeit abrufbar für den Einzelnen bereitstehen, sondern zu einem fest definierten Zeitpunkt einer begrenzten Anzahl von Leuten gleichzeitig zugänglich gemacht werden und

2. wie schon erwähnt, seltener als in sich geschlossenes Werk, denn als Teil eines übergeordneten Universums ihre Rolle spielen. Theaterstücke, Präsentationen oder Kunstinstallationen sind hier nur ein paar Beispiele für eine quasi unendliche Reihe von Szenarien, bei denen Concert Visuals zum Einsatz kommen können. Wir vermeiden ganz bewusstuns mental zu sehr in irgendwelchen Kategorien zu bewegen und uns damit unnötig zu beschränken. 

Concert Visuals und Setdesign

Wir unternehmen erst gar nicht den Versuchalle Kombinationsmöglichkeiten von Concert Visuals und Bühnen- oder Setdesigns aufzuzählen. Man könnte sagen, dass der Gestaltung von Showarchitektur mit Visuals eine komplette Werkstatt hinzugefügt wird. Neben den traditionellen Gewerken wie Kulissenbau, Theatermalerei, Beleuchtung, Bühnenmaschinerie usw. können Visuals als eine ganz eigene Klasse in Setdesigns integriert werden. Spezialeinbauten in vorhandenen physischen Strukturenkomplette Bühnenbildelemente oder Hintergründe erreichen durch computergenerierte Inhalte gleich ein vielfaches an Flexibilität und möglicher Komplexität und Wirkungskraft. Bühnenbilder können auf Knopfdruck ohne nennenswerte Manpower oder physikalische Grenzen in Bruchteilen von Sekunden komplett verändert oder sogar zum Leben erweckt werden. Durch die ständig wachsende Zahl von Technologien zur Wiedergabe von Videoinhalten in allen nur erdenklichen Variationen und darüber hinaus Rücken die Grenzen des machbaren in immer weitere Ferne. 

Wir wollen hierzu mal kurz zwei verbreitete Begriffe etwas näher erläutern:

Pixel Mapping

Mapping ist das Zuordnen von Daten aus verschiedenen Feldern. Wie bei einer Landkarte (Map), die einen Landstrich in einem bestimmten Maßstab auf einer kleineren Ebene mehr oder weniger abstrahiert abbildet, lassen sich so Concert Visuals  bzw.  Bildinhalte im allgemeinen auf ganz unterschiedlichen Systemen wiedergeben. Beispielsweise könnte man das Signal aus einer 4k- Quelle in verschiedene Zonen unterteilen, die dann live wiederum jeweils von anderen Systemen wiedergegeben werden – Zone A von einem hochauflösenden LED System, Zone B von einem gröberen LED System, Zone C  von einer Anzahl Scheinwerfer, welcher jeder ein bestimmtes Pixel wiedergibt und Zone C von einem Projektor. Aus diesem Prinzip lassen sich wirklich tolle und spannende Verknüpfungen für den Einsatz von Concert Visuals im Zusammenspiel diverser lichtemittierender Gerätschaften herstellen, wodurch die einzelnen Elemente einer Show auf besondere Weise miteinander verschmelzen. Es ist also auch ohne weiteres möglich, Lampen als Videoelemente zu „missbrauchen“ oder umgekehrt Video als Lichtquelle.

Projection Mapping

Bei dieser Art des Mappings geht es primär darum, Bildinhalte mithilfe von Projektoren auf Flächen und/ oder Körper zu projizieren. Das können einfache Leinwände sein, Skulpturen, Gebäude und selbst Nebel oder Flüssigkeiten. Im Grunde also alles, wo sich etwas draufprojizieren lässt. Die zu bespielenden Objekte werden je nach Projekt entweder vor Ort eingemessen und die Projektion direkt an ihnen gestaltet und entwickelt, oder sie werden im Vorfeld in 3D simuliert oder erschaffen. Letzteres macht es möglich, das Mapping in der Vorproduktion 1:1 vorzubereiten, um es dann auf die „Live-Baustelle“ zu übertragen. Dadurch können Projektion und Objekt bei Bedarf direkt von Anfang an auf genau einen bestimmten Anwendungsfall hin designed werden.  Besonders die Verwendung von komplexeren oder sogar kinetischen, also beweglichen Teilen als Projektionsobjekt macht diese Art der Vorausplanung auch erforderlich. Heutige Show-Visualisierungstools sorgen dafür, dass hierbei nichts dem Zufall überlassen bleibt.  

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